Kabarett

4000€ für den TV Orken

Jens Neutag vor der mit 175 Teilnehmern gefüllten Turnhalle des TV Orken | Foto Jens Wissdorf

Original-Artikel aus der Rheinischen Post:
Grevenbroich-Orken(vp) Mit einem Benefiz-Kabarettabend hat der Lions Club Grevenbroich gemeinsam mit dem TV Orken über 4000 Euro an Spenden für ein inklusives Projekt gesammelt. 175 Gäste kamen am Sonntagabend in die Turnhalle des TV Orken, um Kabarettist Jens Neutag mit seinem Programm „Gegensätze ziehen sich aus“ live zu erleben – und gleichzeitig das Projekt „Barrierefreie Sportstätte TV Orken“ zu unterstützen.

Zu Beginn begrüßten Daniel Schmitz vom Lions Club Grevenbroich und Heinz-Peter Korte vom TV Orken das Publikum und dankten den zahlreichen Besucherinnen und Besuchern für ihr Kommen und ihre Unterstützung. Beide hoben die Bedeutung des geplanten Umbaus der Sportstätte hervor, der Menschen mit körperlichen Beeinträchtigungen künftig einen uneingeschränkten Zugang zum Sport- und Vereinsleben ermöglichen soll.

Im Anschluss sorgte Jens Neutag mit seinem pointierten, gesellschaftskritischen und gleichzeitig leichtfüßigen Humor schnell für Stimmung in der Halle. Während der Pause nutzten die Gäste das Angebot an Getränken und Snacks, das ebenfalls zur Spendensumme beitrug. Die hohe Spendensumme ergab sich schließlich durch Eintrittsgelder, den Verkauf von Getränken und Snacks, Sponsoring und zusätzliche Einzelspenden.

Das Geld soll nun vollständig in die Finanzierung der geplanten barrierefreien Sportanlage am Standort „Zum Türling“ fließen. „Wir sind begeistert von der großen Unterstützung“, sagten Schmitz und Korte nach der Veranstaltung. „Der Erlös ist ein wichtiger Baustein, um unser gemeinsames Ziel einer modernen, inklusiven Sportstätte Wirklichkeit werden zu lassen. Wir danken allen Gästen, Helferinnen und Helfern sowie unseren Sponsoren für diesen tollen Abend.“

 

Kabarett oberhalb der Gürtellinie

Auszug aus dem Programm:

Die Welt hat sich verändert. Vermeintliche Gewissheiten von einst besitzen heute
keine Gültigkeit mehr. So auch die Erkenntnis „Gegensätze ziehen sich an“. Sollte
der Satz überhaupt jemals gegolten haben, dann haben wir mittlerweile komplett die
Fähigkeit verloren, uns überhaupt auf Gegensätzliches einzulassen. Und so igeln wir
uns ein im Schützenraben der eigenen Unfehlbarkeit und ziehen uns zurück in die
Löffelchenstellung des eigenen Weltbildes.
Und hier setzt der Kabarettist Jens Neutag an und kämpft 90 Minuten im Namen der
Vernunft. Er erklärt dem alten weißen Mann, dass woke kein asiatisches
Pfannengericht ist und der jungen Großstadt-Bohème, dass Minderheitenschutz
automatisch dort endet, wo die Mehrheit was dagegen hat. Für eine Welt mit mehr
Ahnung als Meinung, denn der Mensch hat oft erstaunlich viel Meinung, aber
erschreckend wenig Ahnung.
Mit seinem neunten Soloprogramm – ab September 2024 - spürt Jens Neutag
zielsicher den Humor in Politik und Alltag auf und beweist ganz nebenbei, dass man
über die Wahrheit wahrhaft gut lachen kann.

Daniel Schmitz (Lions) und Heinz-Peter Korte (TV Orken) präsentieren den Flyer zur Veranstaltung | Lions-Club

Presseartikel RP zum geplanten Umbau

Der Turnverein Orken plant einen Umbau seiner Sportanlage am Standort „Zum Türling“. Ziel ist es, den Zugang zum Vereinsleben künftig auch Menschen mit körperlichen Beeinträchtigungen zu ermöglichen. Die Anlage soll schrittweise barrierefrei gestaltet werden.

 

„Als Erstes ist geplant, einen Treppenlift in die erste Etage einzubauen“, erklärt Heinz-Peter Korte vom Turnverein. Der Lift soll ebenerdig erreichbar sein, damit beispielsweise Menschen im Rollstuhl, aber auch ältere Personen, die Treppen nicht mehr bewältigen können, problemlos ins Obergeschoss gelangen. „Wir haben zum Beispiel eine ältere Turngruppe. Für einige der Teilnehmer wäre das sehr sinnvoll“, sagt Korte. Ein Aufzug sei ebenfalls diskutiert worden, doch fehle dafür der Platz. Bereits jetzt bietet der Verein Menschen mit Behinderung die Möglichkeit, an speziellen Angeboten wie Badminton, Bogenschießen oder einem Lauftreff teilzunehmen. „Behindertensport wird in Deutschland immer wichtiger – man sieht es an den Paralympics“, betont Korte. Der Verein wolle seinen Teil dazu beitragen und Menschen mit Einschränkungen stärker unterstützen. „Wir haben uns zum Ziel gesetzt, diesen Menschen mehr Möglichkeiten zu geben.“ Grevenbroich sei, sagt er, in diesem Bereich bisher „ein bisschen zu kurz gekommen“. Viele Sporthallen seien für Menschen mit körperlichen Beeinträchtigungen gar nicht zugänglich. Als zweiter Schritt ist der Umbau einer barrierefreien Toilette im Erdgeschoss vorgesehen. „Der Duschraum wird verkleinert, um die Toilette bauen zu können“, erklärt Korte. Und auch inhaltliche Erweiterungen sind in Planung – etwa ein Kurs für Rollatornutzer, in dem vermittelt wird, wie man sicher in einen Bus ein- und aussteigt.